Der unterschied zuerst von der provinz in die hauptstadt ulaanbaatar, danach peking und zum schluss san francisco bzw. reno ist unglaublich. Zwar gewöhnt man sich sehr schnell wieder an den täglichen luxus, doch so ganz selbstverständlich ist er noch nicht. Ganz bewusst geniessen wir die vorzüge von fliessend wasser, zentralheizung, unglaublicher vielfalt der waren etc.
Der Reihe nach:
Ulaanbaatar; Nach 3 monaten wieder in einer stadt zu sein, war unglaublich für uns. Der verkehr, die menschen, der betrieb, und vor allem all die waren: gemüse, früchte, käse… alles was das herz begehrt. Die hauptstadt ist eine andere welt! Es war für uns kaum zu fassen. Wir sind abends essen gegangen, haben uns mit leuten getroffen, haben banken, botschaften, reisebüros und ämter aufgesucht. In nur einer woche haben wir visa für die mongolei und china besorgt, geld gewechselt, tickets gekauft usw. und sind aus dem staunen nicht herausgekommen.

Eingang in die Verbotene Stadt
Peking; Nachdem wir in ulaanbaatar den flug nach peking um eine woche vorverschoben haben, konnten wir eine ganze woche in peking verweilen. Diese Stadt ist faszinierend, eine boomtown sondergleichen. Wir wohnten in einer jugi südlich des tianmen platzes, wo ein ganzer stadtteil noch aus kleinen, verwinkelten gässchen besteht. Ein betrieb von morgens bis abends, fussgänger und radfahrer mit liefer-fahrrädern, z.t. schwerer beladen als bei uns autos. Hätte tagelang durch diese gassen schlendern können, mal da was anschauen oder dort hineingehen. Es gibt alles in diesen gassen, vom altwarensammler über handwerker und coiffeur zum ramschladen. Aber in peking gibts ja noch mehr zu sehen. Eindrücklich war der besuch der mauer, auch wenn man dieses bauwerk schon tausendmal auf bildern gesehen hat, so ist das live erlebnis doch ein ganz anderes!

Die Mauer
Peking ist absolut empfehlenswert, die menschen sind offen, fröhlich und kontaktfreudig. Dass wir im kalten januar dort waren, war bestimmt ein vorteil. Ich weiss nicht, welchen eindruck die mauer bei mir hinterlassen hätte, wären da noch x-tausend anderer langnasen drauf herumgestolpert.
San Francisco; Nun wird die aufgabe delikater 
Was kann man heute aus den usa berichten ohne über g. dabbelju b. zu sprechen? Ich mach’s ganz einfach, ich spreche über das was ich sehe und die leute die ich treffe, ohne den rest zu vergessen (wie auch schon in china, dort gibt’s ja auch ein paar heisse eisen). Und schon ist’s passiert, ich rechtfertige mich! Gemerkt? Na ja, ich bin hier und geniesse es.
Die tage in san francisco gingen wie im fluge vorbei. Es war vor allem ein treffen mit alten freunden, welche extra aus los angeles und chicago angereist kamen. Neue freunde kamen dazu, wir haben kultur reingezogen und allerlei läden durchstöbert. Vor allem aufgefallen ist uns die gastfreundschaft von allen seiten.

Lake Tahoe
Reno; Mit dem bus ging’s dann nach reno. Auch das ein erlebnis, ziemlich schräge leute, die sich da mit dem greyhound bus nach reno fahren lassen, um ihr geld in den kasinos liegen zu lassen. Dort angekommen wurden wir von unseren gastgebern abgeholt. Freunde von Annas schwester Brige, Doris und Annie. Sie stellen uns ihre kellerwohnung zur verfügung. Alles vorhanden, ihre gastfreundschaft ist überwältigend. Sie haben alles eingekauft, überlassen uns ihr auto, es fehlt uns an nichts.
Reno ist eine angenehme “kleinstadt”. Eigentlich recht übersichtlich und man ist in ein paar minuten aus der stadt. Die sierra nevada ist 30 minuten entfernt. Die ausflüge an den lake tahoe und in die berge sind sehr erholend.
Anna hat sich bereits für einen esl (English as a Second Language) kurs angemeldet. Die gibt’s hier an der uni und an verschiedenen weiteren schulen kostenlos.

Chris und Anna
Chris, ein weiterer guter alter freund, ist auch für ein paar tage zu besuch. Er hat ein auto aus los angeles mitgebracht (8 stunden fahrzeit), welches er für uns, bzw. Anna, hierlässt! Man verwöhnt uns hier fast zu viel! Wo immer wir hinkommen werden wir gefragt, was wir gebrauchen könnten, wie man uns helfen könnte, etc.
Heute ist ist skitag angesagt! Ja! Habe mich schon damit abgefunden, einen ganzen winter ohne piste auszukommen, nun können wir mit geliehenem material und verbilligten skipässen doch noch in die berge

Mt. Rose, Sierra Nevada
Langsam aber sicher kommt der 1. februar näher. Für mich heisst das ab in den westen, zurück in die mongolei. Judihui.