Vorläufig letzter eintrag

Thursday, July 12, 2007 by bruli

Eigentlich wollte ich ja noch ein bisschen von der heimreise erzählen…. Bin dann aber mit Anna noch in Thailand gewesen :-) und wirklich nicht dazu gekommen. Die Mongolei ist noch sehr präsent, wie immer, 1000 fragen und keine antworten. Zum vorläufigen schluss noch ein bild von der mongolisch-russischen grenze, an der ich, auf 2650 m.ü.m, unfreiwillig das wochenende (14./15. april) verbracht habe. Das schild “samstag ab 17 uhr bis montag 9.30 uhr geschlossen” muss ich unterwegs übersehen haben.

13.4. bis 25.4.2007

Sunday, April 29, 2007 by bruli

Am 13. April bin ich in Khovd Richtung Schweiz losgefahren.

 Am 25. 4., nach 7800 km bin ich in Oberdorf angekommen.

Sobald ich zeit und lust habe, erzähle ich mehr.

 

Regen

Tuesday, April 10, 2007 by bruli

Heute habe ich seit ende august 06 das erste mal wieder regen gehabt. Nicht dass ich nass geworden wäre, aber es hatte doch geregenet. Zuerst habe ich es in der luft gerochen und  dann hat’s doch für fast eine halbe stunde getröpfelt. War ganz angenehm.

Weitere news folgen bald

Sommerzeit

Wednesday, March 28, 2007 by bruli

Dieses jahr gibt es in der mongolei keine sommerzeit. Aus gut unterrichteter quelle habe ich erfahren, dass ein parlaments-abgeortneter sich beschwert habe, weil sein vater dadurch unter schlafstörungen leide. Na ja, bei uns mussten ja dafür einige zeit die kühe herhalten.

Hausmittelchen

Wednesday, March 28, 2007 by bruli

Heute haben mir die studenten ein paar ihrer hausmittelchen verraten. Die möchte ich euch nicht vorenthalten. Einige sind auch uns bekannt, andere weniger:

Zahnweh:

  • getrocknete schlangenhaut in den mund nehmen und für ein paar minuten auf dem zahn belassen (kasachisch).

Magenschmerzen

  • erwärmtes aaruul (luftgetrocknetes, sauer-süssliches, steinhartes joghurtprodukt) essen (kasachisch)
  • ein stück fleisch in dünne scheiben schneiden, knoblauch, wasser und salz beigeben. Das ganze in einer schale mischen und mit einer dünnen schicht mehl bedecken und für 25 - 30 minuten backen. Heiss verspeisen. (mongolisch, bituu shol)

Fieber, Erkältungen

  • brühe aus fettem fleisch mit knoblauch und zwiebeln einnehmen (mongolisch und kasachisch)
  • zwiebelbrühe täglich trinken (mongolisch)
  • knoblauchbrühe, sich warmhalten und schwitzen (kasachisch)

Halsschmerzen

  • fein geschnittenes, gepfeffertes fleisch in einem tuch um den hals binden (mongolisch)
  • warme getränke mit honig zu sich nehmen (mongolisch)
  • wolfszunge auf den hals legen (mongolisch und kasachisch)

Kopfschmerzen

  • Besuch beim Schaman (kasachisch)

Verstauchung

  • das gelenk mit gesalzener und mit etwas tee befeuchteter kamelwolle einbinden (mongolisch und kasachisch)

Herzbeschwerden

  • verspeisen eines hasenherzens (mongolisch)

Nierenleiden

  • verspeisen von murmeltiernieren (mongolisch)

Bitte meldet mir eventuelle erfolge mit einem der rezepte.

fühlingseindrücke

Friday, March 2, 2007 by bruli

Wenns draussen weht und ich gerne heizen würde, sieht das so aus

Heute habe ich erfahren, wie hier die pflanzen “bewässert” werden. Man bringt also ein paar eisblöcke vom fluss und verteilt sie dann.

Цагаан сар

Tuesday, February 20, 2007 by bruli

Tsagaan Sar - Neues Jahr (wörtlich Weisser Monat). Die Buddhistische Welt hat über’s wochenende neujahr gefeiert. Kein feuerwerk, keine tischbomben, jedoch viele, viele бууз. Hier werden zu diesem fest familie und freunde besucht. Man isst schaf, traditionelles mongolisches gebäck und eben buhts(бууз), etwa pflumengrosse teigtaschen gefüllt mit hackfleisch. Jede familie macht sicher 1000 dieser dinger, die dann während der 3 feiertage verzehrt werden.
Heute war auch schon wieder ein arbeitstag - eigentlich. Bei mir sind aus 3 klassen 5 studenten aufgetaucht. Aber morgen kommen sicher schon mehr und bis ende woche sind auch jene zurück, die ihre familie auf dem land besucht haben.
Heute hat der frühling begonnen, jedenfalls wettermässig. Die temperatur stieg bis auf 0°C und der wind wehte durch die strassen.

 

Diese temperaturen sind hier problematisch, weil die wenigsten leute einen kühlschrank besitzen und für die lagerung ihres fleisches auf kalte temperaturen angewiesen sind. Aber vielleicht war ja das nur ein vorbote und die temeraturen sinken wieder. Auch ich lagere mein fleisch so, das gekaufte fleisch wird erst einmal gemetzget, dann in portionen abgepackt und in den vorraum gelegt, wo es einfriert, bis es zu suppe weiterverarbeitet wird.

Wieder in Khovd

Monday, February 12, 2007 by bruli

Seit einer woche bin ich also wieder in khovd - diesmal ohne anna, sie ist für ihren englischaufenthalt in reno geblieben. Die umstellung war diesmal krasser als anfangs september, als wir uns khovd ganz gemächlich näherten. Ich war jedoch froh, alles so vorzufinden, wie ich es hinterlassen hatte. Das leben hier ist nach wie vor sehr einfach, die luft dreckig und ich selber von der kohle auch recht staubig.
Die studenten trudeln langsam ein. In der ersten woche waren oft ca. 50% der studis anwesend und heute hatte ich tatsächlich in einer klasse bis auf eine studentin alle im unterricht. Es ist auch hier übersurchscnittlich warm in diesem winter, die temperaturen sinken auch nachts kaum unter -20°C und sind tagsüber um -10°C. Übrigens hatte ich seit august keinen regen mehr! Wie ihr seht, herrschen hier durchaus sonnige aussichten.

Konnte es nicht sein lassen…

Monday, February 12, 2007 by bruli

1/2 tag auf dem schnee im winter 06/07 entspricht nicht gerade meinem langjährigen durchschnitt, ist jedoch besser als gar nichts.

 

Andere Welten

Monday, January 29, 2007 by bruli

Der unterschied zuerst von der provinz in die hauptstadt ulaanbaatar, danach peking und zum schluss san francisco bzw. reno ist unglaublich. Zwar gewöhnt man sich sehr schnell wieder an den täglichen luxus, doch so ganz selbstverständlich ist er noch nicht. Ganz bewusst geniessen wir die vorzüge von fliessend wasser, zentralheizung, unglaublicher vielfalt der waren etc.

Der Reihe nach:

Ulaanbaatar; Nach 3 monaten wieder in einer stadt zu sein, war unglaublich für uns. Der verkehr, die menschen, der betrieb, und vor allem all die waren: gemüse, früchte, käse… alles was das herz begehrt. Die hauptstadt ist eine andere welt! Es war für uns kaum zu fassen. Wir sind abends essen gegangen, haben uns mit leuten getroffen, haben banken, botschaften, reisebüros und ämter aufgesucht. In nur einer woche haben wir visa für die mongolei und china besorgt, geld gewechselt, tickets gekauft usw. und sind aus dem staunen nicht herausgekommen.

Eingang in die Verbotene Stadt

Peking; Nachdem wir in ulaanbaatar den flug nach peking um eine woche vorverschoben haben, konnten wir eine ganze woche in peking verweilen. Diese Stadt ist faszinierend, eine boomtown sondergleichen. Wir wohnten in einer jugi südlich des tianmen platzes, wo ein ganzer stadtteil noch aus kleinen, verwinkelten gässchen besteht. Ein betrieb von morgens bis abends, fussgänger und radfahrer mit liefer-fahrrädern, z.t. schwerer beladen als bei uns autos. Hätte tagelang durch diese gassen schlendern können, mal da was anschauen oder dort hineingehen. Es gibt alles in diesen gassen, vom altwarensammler über handwerker und coiffeur zum ramschladen. Aber in peking gibts ja noch mehr zu sehen. Eindrücklich war der besuch der mauer, auch wenn man dieses bauwerk schon tausendmal auf bildern gesehen hat, so ist das live erlebnis doch ein ganz anderes!


Die Mauer

Peking ist absolut empfehlenswert, die menschen sind offen, fröhlich und kontaktfreudig. Dass wir im kalten januar dort waren, war bestimmt ein vorteil. Ich weiss nicht, welchen eindruck die mauer bei mir hinterlassen hätte, wären da noch x-tausend anderer langnasen drauf herumgestolpert.

San Francisco; Nun wird die aufgabe delikater ;-)
Was kann man heute aus den usa berichten ohne über g. dabbelju b. zu sprechen? Ich mach’s ganz einfach, ich spreche über das was ich sehe und die leute die ich treffe, ohne den rest zu vergessen (wie auch schon in china, dort gibt’s ja auch ein paar heisse eisen). Und schon ist’s passiert, ich rechtfertige mich! Gemerkt? Na ja, ich bin hier und geniesse es.
Die tage in san francisco gingen wie im fluge vorbei. Es war vor allem ein treffen mit alten freunden, welche extra aus los angeles und chicago angereist kamen. Neue freunde kamen dazu, wir haben kultur reingezogen und allerlei läden durchstöbert. Vor allem aufgefallen ist uns die gastfreundschaft von allen seiten.


Lake Tahoe

Reno; Mit dem bus ging’s dann nach reno. Auch das ein erlebnis, ziemlich schräge leute, die sich da mit dem greyhound bus nach reno fahren lassen, um ihr geld in den kasinos liegen zu lassen. Dort angekommen wurden wir von unseren gastgebern abgeholt. Freunde von Annas schwester Brige, Doris und Annie. Sie stellen uns ihre kellerwohnung zur verfügung. Alles vorhanden, ihre gastfreundschaft ist überwältigend. Sie haben alles eingekauft, überlassen uns ihr auto, es fehlt uns an nichts.
Reno ist eine angenehme “kleinstadt”. Eigentlich recht übersichtlich und man ist in ein paar minuten aus der stadt. Die sierra nevada ist 30 minuten entfernt. Die ausflüge an den lake tahoe und in die berge sind sehr erholend.
Anna hat sich bereits für einen esl (English as a Second Language) kurs angemeldet. Die gibt’s hier an der uni und an verschiedenen weiteren schulen kostenlos.


Chris und Anna

Chris, ein weiterer guter alter freund, ist auch für ein paar tage zu besuch. Er hat ein auto aus los angeles mitgebracht (8 stunden fahrzeit), welches er für uns, bzw. Anna, hierlässt! Man verwöhnt uns hier fast zu viel! Wo immer wir hinkommen werden wir gefragt, was wir gebrauchen könnten, wie man uns helfen könnte, etc.
Heute ist ist skitag angesagt! Ja! Habe mich schon damit abgefunden, einen ganzen winter ohne piste auszukommen, nun können wir mit geliehenem material und verbilligten skipässen doch noch in die berge :-)


Mt. Rose, Sierra Nevada

Langsam aber sicher kommt der 1. februar näher. Für mich heisst das ab in den westen, zurück in die mongolei. Judihui.